Talfahrt des DAX…
…Kumulative Krise
Bislang flackerten die Krisenherde im Wechsel auf, jetzt kommt alles auf einmal zusammen und die Wirtschaft lahmt.Das die Börsen schwanken ist normal. Selbst einstellige Wochenverluste deuten nicht zwingend auf eine starke Abkühlung der Wirtschaft. Werden die Verluste aber zweistellig, wie in den letzten Tagen, dann sind das deutliche Hinweise dafür, dass ein Abschwung am Horizont sichtbar wird. Der US-Leitindex S&P 500 notiert ca. 10 Prozent unter dem Jahreshoch. Der DAX verlor sogar mehr als 16 Prozent. Allerdings lassen sich die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsverlauf und Kursentwicklung nicht so sicher herstellen. Das heißt, die Realwirtschaft muss nicht zwingend boomen, damit die Aktienkurse steigen. Voraussetzung für nominal steigende Vermögenspreise sind Notenbanken, die Geld drucken. Und das werden sie wieder machen – weltweit, die Vorbereitungen sind bereits getroffen. In überschuldeten Volkswirtschaften wie den USA, Großbritannien, Japan, der Euro-Zone sorgen fallende Vermögenspreise rasch dafür, dass Kredite nicht mehr gedeckt sind und faul werden. Weil die Bankensysteme dies nicht verkraften werden und einige Staaten nicht mehr können, wird sich das ökonomische Desaster möglicherweise sukzessive fortsetzen. Unverständlich ist das Verhalten der politischen Führung in Europa. Man macht Urlaub und zwingt so die EZB, am Anleihemarkt wieder möglichen Ramsch zu kaufen…