Nichts ist unmöglich…
Der Werbespruch ist seit vielen Jahren bekannt und dennoch so aktuell wie selten zuvor.
Nach den verheerenden Naturkatastrophen, als die Japanische Automobilindustrie in Hintertreffen geriet, beginnen diese 2012 ein Jahr der Aufholjagt. Ehrgeizige Absatzpläne, so hoch wie nie, mit mehr als 8,40 Millionen Fahrzeuge die Toyota in diesem Jahr verkaufen will. Rechnet man die Tochter Daihatsu und Hino mit ein, kann man sogar von 9.50 Millionen ausgehen. Damit würde Japans Paradekonzern vom derzeit dritten Platz hinter GM und VW zurück auf die Spitzenposition klettern.
Mit seinem Signal zum Angriff steht Toyota in seiner Heimat nicht allein. Nach 2011 mit riesigen Produktionsausfällen durch das Erbeben wollen Nippons Autobauer 2012 zum Jahr des Comebacks machen. Die Produktion läuft bei fast allen Herstellern wieder normal.
Auch die Gewinne sollen, trotz starker Landeswährung, wieder deutlich steigen. Notwendige Kostensenkungen durch Produktionsverlagerungen sowie neue Fertigungsprogramme sollen dafür sorgen. Zusätzlich haben Toyota und Co. einen Helfer im eigenen Land: den Staat. Nach dem Auslaufen der Kaufanreize für Ökomobile mit Hybrid- und Elektromotor im Sept. 2010, waren deutliche Umsatzeibrüche zu verzeichnen. Aber Befürchtungen die Autobauer könnten ins Ausland abwandern haben dazu geführt, dass die Subventionen verlängert wurden.
Gerade bei Hybridantrieben strengen sich die Japaner besonders an, ihren technischen Vorsprung nicht nur zu halten sondern auszubauen. Das kompakte Toyota Modell Prius C verbraucht nach japanischer Norm weniger als drei Liter Benzin auf 100 Kilometer und kostet im Land nur 17.000,00 Euro. Mit dem Plug-in-Prius Modell, dessen Akkus sich an der Steckdose aufladen lassen, verfügt Toyota über ein Modell, das ideal für den Übergang vom Benziner und Diesel zum Elektrozeitalter scheint.
Getrübt wird der Optimismus für 2012 lediglich durch den starken Yen, der die in Japan gefertigten Fahrzeuge im Ausland teuer macht. Die Hersteller versuchen massiv gegen den Yen zu steuern, insbesondere durch mehr Produktion im Ausland. Bei Toyota ist Firmenchef Akio Toyoda der Antrieb des Wandels. Der Enkel des Firmengründers hat erkannt, dass sich die Japaner schneller als in der Vergangenheit bewegen müssen. Die Konkurrenz durch Koreanische Hersteller droht zunehmend.